Was sind die Vor- und Nachteile eines Liegerades?
In erster Linie bieten Liegeräder einen Komfortgewinn. Die typischen Belastungszonen wie Po, Hände, Schultern und Rücken
werden entlastet (siehe Frage „Ist Liegeradfahren gesünder?“). Durch das Aufliegen des Rückens kann die Kraft der Beine viel besser auf die Tretkurbel übertragen werden. Das Fahren wird
damit ergonomischer.
Durch die bessere aerodynamische Position (kleinere Stirnfläche) erreicht man in der Regel höhere Geschwindigkeiten. Außerdem kann man während der Fahrt
den Panoramablick genießen.
Durch den niedrigen Schwerpunkt sind Liegeräder zwar etwas „wackeliger“, haben aber Vorteile bei der Unfallsicherheit (siehe Frage „Wie sieht es mit der Sicherheit im Straßenverkehr aus?“).
Die Vorteile des Liegeradfahrens kommen allerdings erst beim Einsatz auf längeren Strecken zur Geltung, nicht so sehr bei Kurzstrecken. Durch den
großflächigen Sitz kann man am Rücken schwitzen. Allerdings bieten viele Hersteller inzwischen spezielle Sitze, die für eine ausreichende
Belüftung sorgen.
Bei der Anschaffung eines Liegerades muß man auch viel tiefer in die Tasche greifen. Ursachen für die hohen Preise sind die geringeren Produktionszahlen und
der Einsatz von hochwertigen Spezialteilen.
Der Blick nach hinten ist eingeschränkt. Daher ist ein Rückspiegel empfehlenswert.
Liegeräder sind weniger wendig und eignen sich nicht zum Überfahren von Hindernissen. So muß man bei Bordsteinkanten unter Umständen auch einmal absteigen.







