25.500 km mit dem Flux V 220
Fortsetzung des Berichts: 12.000 km mit dem Flux V 220
Quelle: Ingo Schroedel
Im ersten Teil des Berichts wurde dargelegt, welche Gründe zum Kauf gerade dieses Rades führten, wie es ausgestattet ist und wie es bei mir genutzt wird. Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert.
Nun soll vor allem die Langzeitbewährung in dem Zeitraum von 12.000 km bis 25.000 km aufgezeigt werden. Das Fahren mit dem Rad macht auch weiterhin viel Freude. Inzwischen habe ich neben den täglichen Fahrten zu Ostern 2007 eine Tour nach Holland unternommen (1.100 km) und im Sommer eine Fahrt über Polen und Litauen nach Lettland (1.800 km). Beide Urlaubstouren verliefen vollkommen problemlos ohne jegliche Panne. Auch im täglichen Betrieb hat sich das Rad als ausgesprochen wartungs- und verschleißarm erwiesen.
Verschleißteile
- Hinterreifenwechsel>Hinterreifenwechsel Schwalbe Big Apple 406 x 50 bei 9.600 km und 21.000 km
- Bremsbelagwechsel der Magura HS 33 bei 21.000 km
- Kette (sram 970), Ritzel (Rohloff) und Kettenblatt nach 21000 km gewechselt.
Das 15 Zähne Ritzel wurde während dieser Laufzeit nicht gewendet, nun aber durch ein 16 Zähne Ritzel ersetzt. So reicht die Entfaltung jetzt von 1,55m bis 8,11m. Das ist am Berg etwas günstiger und für dieses Rad reichen die 8,11m auch vollkommen aus, zumal ich mir eine etwas höhere Trittfrequenz angewöhnt habe.
Technische Defekte
Technische Defekte gab es kaum. Der etwas schwächliche Ständer, der besonders bei voll beladener Lehnentasche an seine Grenzen stieß, wurde bei Kilometerstand 15.000 durch einen Pletscher ESGE Multi ersetzt, der sich als ausgesprochen robust erwiesen hat. Die Röllchen des Kettenspanners hielten 17.500 km und wurden dann ausgetauscht. Dabei stellte ich fest, dass die Hinterbauschwinge sich seitlich bewegen ließ. Der Fehler war schnell gefunden. Zwischen den Außenringen der Schwingenlager und der Schwinge hatte sich etwas Spiel ergeben, im Zehntelmillimeterbereich. Auf Garantie erhielt ich innerhalb einiger Tage vollkommen unbürokratisch eine neue Schwinge und zwar vorab. So fiel das Rad nur für eine gute Stunde Montagezeit aus. Durch Unachtsamkeit meinerseits beschädigte ich bei der Radmontage das Schaltauge unmittelbar vor meiner Lettlandreise (Kilometerstand 21.000). Ein kurzer Anruf bei Christian Uwe Mischner und schon am nächsten Tag war ein neues Schaltauge da. Diese beiden Fälle zeigen, was Service bedeutet. Was Ersatzteilversorgung und prompte Erledigung anbelangt, kann ich also nur das Beste von der Fa. Flux sagen. Ich kenne da ganz andere Beispiele, die einem das Radfahren verleiden können. Damit endet aber schon die Schilderung von Defekten. Erstaunlich, was alles nicht kaputtgegangen ist.
Der Vorderreifen ist immer noch der erste und läuft nun schon seit rund 22.000 km pannenfrei. Ein Ende ist nicht abzusehen. Die Lichtanlage, mit SON Nabendynamo und B&M Diodenlampen mit Standlicht und Dämmerungssensor, hat noch nie versagt. Bei der Rohloffnabe wird im Frühjahr und im Herbst Ölwechsel gemacht. Da ich mir Literdosen der Spezialöle besorgt habe, kostet ein Ölwechsel unter 2 Euro. Der Drehgriff und auch die Schaltzüge sind immer noch in Ordnung, wenn auch die Gangzahlen auf dem Griff etwas abgegriffen sind.
Der Sitz und die Netzlehne halten auch noch eine Weile. Selbst die aus Schaumgummischlauch bestehenden Lenkergriffe, die ich erst recht skeptisch beäugt hatte, sind noch in Ordnung. Steht das Rad im Regen, saugen sie sich allerdings voll. Die HS 33 Bremsen von Magura haben auch noch nie versagt. Undichtigkeiten sind bisher nicht vorgekommen.

Quelle: Ingo Schroedel
Auch die Speichen sind alle noch fest und es hat keinen einzigen Speichenbruch gegeben. Ein Zeichen für sorgfältig gebaute Laufräder. Selbst die Kettenführungsrohre mussten beim Kettenwechsel nicht getauscht werden.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass ich mir in diesem Jahr zusätzlich ein Zox 20 Z Frame als Gebrauchtrad gekauft habe. Durch die bessere Aerodynamik und das geringere Gewicht fahre ich mit diesem zwar Durchschnittsgeschwindigkeiten, die etwa 6 km/h über denen des Flux liegen und besonders bei Gegenwind ist der Unterschied mehr als deutlich. Für eine Spritztour bei gutem Wetter oder für eine RTF greife ich gern mal zum Zox. Bei Stadtverkehr, Gepäcktransport, schlechten Straßen, Regenwetter Dunkelheit und Urlaubsfahrten weiß ich aber, was ich an meinem Flux habe und möchte es nicht missen. (In 2007 mit dem Flux ca. 12.000 km, mit dem Zox ca. 2.000 km)
Fazit
So bin ich nach wie vor mit dem Flux V 220 ausgesprochen zufrieden und fahre dank seiner Robustheit, Wartungsarmut und Vielseitigkeit auch weiterhin gern und viel damit, wie die Kilometerleistung ja auch bestätigt. Mit Interesse und Zuversicht sehe ich den nächsten 25.000 km mit diesem Rad entgegen.
Autor: Ingo Schroedel
erstellt am: 28.11.2007